Sozialer Abstieg: Wenn die Armut anklopft
Alles so schön bunt hier
Bei dem Thema Kindermöbel gehen die Meinungen stark auseinander. Viele finden, dass preisgünstige Möbel reichen, da Kinder erstens schnell wachsen und zweitens öfters den Geschmack wechseln. Andere
machen sich sehr viele Gedanken rund um das Thema und setzen sich mit Schadstoffen und Gefahrenquellen auseinander. Hier ein kleiner Leitfaden, was hilfreich sein könnte beim nächsten
Kindermöbelkauf.
Kindermöbel
Gestylte Jungs

Lange Zeit dachte ich, dass nur Mädchen-Eltern unter ihren Fashion-Victims litten. Als ich, schon zu Kindergartenzeiten, Gesprächsfetzen mitkriegte wie „Laura will unbedingt ein paar pinkfarbene Lackballerinas passend zum Barbie-Kleid“, oder „Nicole trägt nur Outfits mit Lilifee drauf“, da dachte ich, was für ein Glück, dass Jungs so unkompliziert sind. Hose an, Shirt drüber, ein Mal mit dem Kamm durch die Haare -fertig.
Ich habe mich zu früh gefreut! Neulich bei mir Zuhause: Ich sitze gemütlich mit meiner Freundin beim Kaffee. Da guckt die mich auf einmal komisch an, als mein Sohn das Wohnzimmer betritt.
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Neue Männer hat das Land
„Ich sprüh’s auf jede Wand. Neue Männer braucht das Land“, sang Ina Deter vor einem Vierteljahrhundert. Siebenundzwanzig Jahre später findet man sie immer häufiger, die neuen Männer und Väter. Doch so richtig zahlreich sind sie noch immer nicht.
Als die Frauenzeitschrift „Brigitte“ vor kurzem ein Dossier zum Thema „Allein erziehend“ veröffentlichte, ging es darin fast nur um das Los der Mütter, die ohne Partner ihre Kinder großziehen. In den letzten Jahren ist die Zahl der Ehepaare mit Kindern zurückgegangen (2006 um 16%), die Zahl der kinderlosen Ehen und die Zahl der Alleinerziehenden haben dagegen zugenommen. Fast jedes fünfte Kind lebt inzwischen in einer Einelternfamilie, die meisten von ihnen bei ihren Müttern. Das heißt, die meiste Erziehungsarbeit wird auch im 21. Jahrhundert von Müttern geleistet. Trotz des gesellschaftlichen Wandels und der veränderten Lebensformen haben wir immer noch das Modell der 50er Jahre vor Augen: Mutti kümmert sich.
Lob der Disziplin – Erziehung im Bücherstreit
Der eine titelt sein Buch “Kreative Autorität” (Ulrich Beer), der andere “Lob der Disziplin. Eine Streitschrift” (Bernhard Bueb). Neue Erkenntnisse für Eltern und anderen Erziehenden liefern diese Bücher jedoch nicht.
Es wird gerne und häufig festgestellt, dass Erziehung nie so schwierig war wie heute, dass die Jugend „von heute“ sich der Autorität der Erwachsenen und Erziehenden nicht mehr beuge und dadurch die Sitten und Werte verfallen. Diese Klage ist nicht neu. Die Erkenntnisse hatten schon Gelehrte in biblischen Zeiten. Etwa 700 vor Chr. schrieb Heisold: “Ich habe keine Hoffnung mehr für die Zukunft unseres Volkes, wenn sie von der leichtfertigen Jugend von heute abhängig sein sollte.“ Auch Platon beklagte, dass sich junge Menschen immer häufiger den Lehren der Erwachsenen widersetzten und dass die Älteren ihre Autorität nicht genügend ausübten. “Und das ist der Anfang der Tyrannis“, so Platon.
Mamaaa… mir ist so langweilig
Oft wissen Kinder nichts mit sich anzufangen, empfinden ein starkes Gefühl der Unlust und fordern sofortige Bespaßung, wenn Leerlauf entsteht. Will man ihnen helfen, die “Leere” zu füllen, lehnen Kinder paradoxerweise häufig jeden Vorschlag ab. Warum langweilen sich Kinder? Und: Wie beschäftigt man den Nachwuchs?
Viertel vor sieben – Morgenstress einer Alleinerziehenden
Morgenstund mit Stress verbund – Der ganz normale Morgenstress mit Kind.
Kürzer, lauter, schneller: Angetreiben vom sportlichen Wettkampf gegen die Uhr peitschen Eltern mit und gegen ihre Kinder durch den Morgen. Drehen wir die Uhr auf die Unzeit des Tages: viertel vor Sieben in Deutschland, der Schepperwecker kündigt großes Unheil an.
Das große Krabbeln
Hier kommt die Laus, ja hier kommt die Laus!
Nein, so fröhlich wie bei der Maus können wir das Lied nicht einstimmen. Denn wenn statt der Maus die Laus kommt, ist das die absolute Horrorvorstellung aller Eltern. Und diese Horrorvorstellung tritt in den letzten Jahren immer häufiger ein. „Meist kommen die Läuse nach den Sommerferien“, sagt Oranna Goebel. Als Epidemie würde die Düsseldorfer Apothekerin diese lästige „Rückkehr der Laus“ aber nicht bezeichnen. Obwohl sie einräumt „Dieses Jahr ist es schon sehr stark – und das ist vier Wochen nach den Sommerferien immer noch so.“
Erfahren Sie mehr über die Rückkehr der Kopflaus.
