Musik

Soundtrack fürs Bügeln

Delancey Street - Europa Cover

Rachel Sage: Delancey Street
In dezentem blau-lila gekleidet, lächelt Rachel Sage brav und etwas schüchtern vom Cover ihres neusten Albums „Delancey St.“ – ganz anders als auf dem Deckel der US-Ausgabe von 2010 und als auf ihrer Website, auf denen sie sich provokativ im knallroten Kleid mit Netzstrümpfen und Killer-Absätzen präsentiert. Da passt das Europa-Cover definitiv besser zum Album, denn eingängig, nett und unauffällig sind auch die 14 Tracks, die die Sängerin auf ihrer neuen Scheibe präsentiert. … weiter lesen auf Melodiva

Delancey Street - US Cover


Zur Website von Rachel Sage geht es hier lang.

Zarter Mann mit starkem Sound

Bombino, der Wüsten-Hendrix


Mal spielt er auf seiner Gitarre authentische Tuareg-Musik, mal ist der Wüstensound durchzogen von Rock, Blues und psychedelischen Tönen. Der aus Niger stammende Musiker Omar „Bombino“ Moctar, wird in Afrika als neuer Jimmy Hendrix gehandelt. Mal entlockt der Autodidakt seinem Instrument ruhig schwebende Töne, mal klingt seine reife Fingerfertigkeit wie die eines Wüsten-Santanas. Der zartgliedrige, fast elfenhafte Bombino beherrscht seine Gitarre mit einer erstaunlichen Leichtigkeit und Flüssigkeit, die manchmal in Kontrast zu seiner explosiven Bühnenenergie steht.
Auf Grund seiner Tuareg-Herkunft verbrachte Bombino mehrere Jahre im Exil in Lybien, Algerien und Burkina Faso, wo er sich der Ishoumar-Bewegung (die Verbreitung politischer Botschaften durch Musik) anschloss. 2006 reiste Bombino erstmals außerhalb Afrikas. Auf Einladung einer NGO flog er mit seiner Band nach Kalifornien, wo er mit Keith Richard und Charlie Watts ein Track für das Stones Album „Stone’s World: The Rolling Stones Project Volume 2“ aufnahm. Seit dem Ende der Tuareg-Rebellion setzt sich der Musiker mit seinen Songs, die er auf Tamasheq, Haoussa, Arabisch und Französisch singt, und seinem Sound zwischen Tradition und Moderne, für den Erhalt der Tuareg-Identität, Kultur und Sprachen ein.

Am 13. August begeisterte Bombino Besucher der Weltmusiktage im Hofgarten Düsseldorf.
Hier geht es zu meinem Konzertbericht in der NRZ…

In der Reihe Klanglandschaften Afrika-Orient, gemeinsam veranstaltet von NRW Kultursekretariat, WDR 3 und dem Theater an der Ruhr, ist Bombino im Oktober in Krefeld, Mönchengladbach und Mühlheim zu hören. Infos gibt es hier

"Agadez" - das aktuelle Album von Bombino

Musik & Poesie: Schnermann’s Poetryclan “All What Love”


„All What Love“ ist eine ungewöhnliche CD – eine Mischung aus Hörbuch und wundervoller Jazz Musik. Auf dem Album werden englische Gedichte in deutscher Übersetzung von bekannten Stimmen vorgetragen. Der Kölner Pianist Andreas Schnermann hat Musik für die klassischen Poeme komponiert. Mit wohlklingender Stimme singt Inga Lühning die Originaltexte, mal warm und verführerisch, mal leicht und poppig. Begleitet wird sie von den perfekt dosierten Klängen des Poetryclans und des Cologne Contemporary String Sextet, die den Gedichten einen ganz und gar zeitgenössischen Anstrich geben. Entstanden ist eine völlig neue Art, sich den Werken von William Shakespeare, Lord Byron, Thomas Lovell Beddoes, Philipp Larkin, Edna St. Vincent Millay und anderen DichterInnen der Insel anzunähern.
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vertonte Einsamkeit

Nikola Materne & Bossanoire: “Wunderbar Allein”

"Wunderbar Allein"

"Wunderbar Allein"

Wunderbar melodisch, süchtig machende Songs mit herrlich treffenden und berührenden Texten – mein Ohrwurm für diesen Sommer: So würde ich kurz und bündig das neue Album von Nikola Materne beschreiben. Die Sängerin hat schon in zahlreichen Produktionen mitgewirkt und mit der Formation „Sphere“ bereits 2 lounge-ige Pop-Alben veröffentlicht. Seit 2006 arbeitet Nikola Materne mit dem Komponist und Arrangeur Jost Ziegner zusammen. Gemeinsam schreiben sie die Songs für Bossanoire und haben nun mit „Wunderbar Allein“ das erste Album herausgebracht. weiterlesen …

Hier geht es zu Nikola Maternes Homepage

Musik für jede Stimmungslage

Was für ein Zufall. Ich hing gerade mit völliger Depri-Stimmung herum, als zwei neue Alben gleichzeitig zur Rezension eintrafen. Beide CDs trugen im Titel die Aufforderung an die trübe Gemütsverfassung, sich zu verdrücken.


So Happy“ heißt das zweite Album der Wahl-Berlinerin Bergitta Victor, das mit dem ersten Stück „Say Love“, ein Song mit einem fröhlichen Reggae-Beat, direkt zum Tanzen animiert. Auch der darauffolgende Track „I Feel“ kommt locker daher und verbreitet eine fröhliche Stimmung. Alle 13 Songs stammen aus der Feder der Sängerin. weiter lesen …

hier geht es zu Bergittas Homepage


Ganz anders klingt die Sache bei Sinne Eeg. „Don’t Be So Blue“ heißt es hier, doch das ganze Album ist von einer solchen bittersüßen Grundstimmung geprägt, dass sich selbst bei bester Laune die Melancholie augenblicklich heranschleicht. Die 10 Tracks auf dem Album sind alle wunderbar traurig, Songs von Verlust, Verrat, Verzweiflung, vom Abschied nehmen und letzten Begegnungen. Schöner als mit dieser CD ist Liebeskummer kaum zu zelebrieren. weiter lesen …

More Music

Mariza: Fado Tradicional

Mariza: Fado Tradicional

In den letzten Wochen sind wieder jede Menge interessante Alben von tollen Frauen erschienen. Ein paar davon habe ich mir angehört – Mariza, die derzeit erfolgreichste Fadista präsentiert auf “Fado Tradicional” Evergreens des Genres, das in den verruchten Kneipen Lissabons Anfang des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Hier geht es zur Rezension auf Melodiva.de …

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Robin McKelle: Mess Around

Nach zwei CDs mit Big Band Begleitung tritt Jazz-Sängerin Robin McKelle in die Fußstapfen großer Soul-Diven wie Aretha Franklin und Etta James und präsentiert auf “Mess Around” elf groovige Soul-Tracks, die sie live mit Band eingespielt hat. Mehr lesen hier …

You own the city

Kathrin Lemke: You Own The City?!

Pulsierende Klänge direkt aus der Großstadt gibt es auf “You own the City?!” zu hören. Die Berliner Jazz-Saxophonistin Kathrin Lemke und die Band JazzXclamation spielen einen Sound mit Widersprüchen und Gegensätzen – so abwechslungsreich wie das Leben in der City.

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Twana Rhodes: “Home”

Twana Rhodes

Twana Rhodes ©agentur

Eine Vergangenheit als Darstellerin im Kalifornischen Disneyland und Sängerin auf einem US-Kreuzfahrtschiff hat Twana Rhodes schon hinter sich. Erst in Amsterdam, wo sie Gesang und Komposition studierte, entschied sich die US-Amerikanerin für eine Zukunft als Jazz-Sängerin. Ein Glück für uns. „Home“, das neue Album der Singer-Songwriterin und Wahlberlinerin weckt zunächst Klangerinnerungen an viele bekannte Vorgängerinnen. Erst nach mehrmaligem Hinhören kristallisiert sich Twanas ganz eigener Sound heraus. weiter lesen auf melodiva.de
zu Twanas Site geht’s hier lang

Entspannter Start ins neue Jahr: Bossa Nova Around The World

Bossa Nova Around The World

Die neuste Veröffentlichung von Putumayo World Music nimmt den Zuhörer mit auf eine entspannte musikalische Weltreise, die in Brasilien ihren Anfang hat. Dort wurde der Bossa Nova in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts geboren und von Musikern wie João Gilberto in die Welt getragen. Wo überall der Bossa-Sound inzwischen angekommen ist, zeigt diese Kompilation. Die 12 Künstler auf dem Album stammen aus Nord- und Südamerika, aus Asien, Afrika und Europa. Sie schaffen es, den typisch brasilianischen Bossa-Sound mit eigenen Rhythmen und Melodien zu vermischen. Und zeigen, dass die weichen, runden Töne der portugiesischen Sprache nicht mehr zwingend für den globalen Bossa-Sound sind. Das beweist auch das Duo 2raumwohnung mit dem deutschen Beitrag „Melancholisch Schön“. Abende bei entspanntem Bossa Nova in einer Lounge ausklingen lassen – das kommt eben überall auf der Welt gut an.
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Weihnachten global! World Christmas Party

Eine globale Weihnachtsparty

Putumayo World Music: World Christmas Party

Eine fröhliche Kollektion von Weihnachtsklassikern aus aller Welt hat Putumayo World Music auf der diesjährigen Weihnachts-CD gepresst. So klingt Weihnachten zwischen Afrika und der Karibik, zwischen Jamaika und den Kap Verden. Stille Nacht war einmal. Auf dieser Scheibe wird Christi Geburt mit swingenden Klängen und rhythmischen Sounds gefeiert. Neben Neuinterpretationen von bekannten Christmas Songs wie „We Wish You A Merry Christmas“ in einer Reggae-Version von Jacob Miller, oder „Have Yourself a Merry Little Christmas“ als Latin-Jazz-Variante von Poncho Sanchez, steuert die in New York lebende Kapverdische Sängerin Maria de Barros eine kreolische Version des bekannten englischen Weihnachtsklassikers „Deck The Halls With Boughs of Holly“, während der Kubaner Jose Conde eine heiße brasilianische Deutung des „Winter Wonderlands“ präsentiert. Der Mozambiquaner Cost Neto wünscht „Boas Festas“ und auf “Kei Te Haere Mai A Hana Koko“ singt die H.K. Crew aus Neuseeland ein maorianisches Lied vom Weihnachtsmann. So global klingt Weihnachten heutzutage.
World Christmas Party“ ist das fünfte Album in der Putumayo-Weihnachts-Reihe. Weiterhin erhältlich sind die Kompilationen. „A Family Christmas“, „A Jazz & Blues Christmas“, „New Orleans Christmas“ und „Christmas Around The World“.
Die Putumayo Weihnachts-CDs, die nach Ansicht der New York Times „sheer pleasure“, also reines Vergnügen, verbreiten, haben sich bisher weit über eine Million Mal verkauft. Die CDs sind im gut sortierten Fachhandel, über Amazon und in zahlreichen Bio- und Eine-Welt-Läden erhältlich und kosten ca. 15€.
Sie möchten mehr über Putumayo World Music erfahren? Dann geht es hier lang…

Weihnachten im Big Easy

Weihnachten im Big Easy


Jazzige Weihnachten

Jazzige Weihnachten


Family Christmas


Weltweite Weihnacht

Große Freude bei Cumbancha Records: Rise & Shine ist das World Music Album des Jahres 2010

Sierra Leone's Refugee All Stars

Sierra Leone's Refugee All Stars Photo by Zach Smith

Die World Music Charts Europe haben soeben die Top 200 Alben des Jahres 2010 bekannt gegeben. Das Album Rise & Shine (Label: Cumbancha) von den Sierra Leone’s Refugee All Stars steht auf Platz 1 der Jahresliste und ist somit das Weltmusikalbum des Jahres 2010! Die von Reuben Koroma und seiner Frau Grace in einem Flüchtlingslager in Sierra Leone gegründete Band hat mit ihrem ansteckenden Sound die Jury der World Music Charts überzeugt. Zu den bekennenden Fans der Band zählen nicht nur Promipaar „Brangelina“, sondern auch Keith Richards, Aerosmith und Ice Cube.“It’s as easy to fall in love with these guys as it was with the Buena Vista Social Club“ schrieb die Zeitschrift Newsweek über die Sierra Leone’s Refugee All Stars.

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Neben den Sierra Leone’s Refugee All Stars befinden sich weitere Cumbancha-Titel unter den Top-200 Nominierungen des Jahres 2010. Cumbancha wird in Deutschland von Exil Musik vertrieben.
Die Brasilianische Newcomerin Luísa Maita steht mit Lero-Lero auf Platz 16, die singende Ärztin Rupa mit ihrer Band The April Fishes’ platzierte sich mit ihrem zweiten Album Este Mundo auf Nr.38, Kailash Kher & Kailasa landeten mit ihrem Indo-Jazz-Pop-Album Yatra (Nomadic Souls) auf Platz 83 während Razia Saids Zebu Nation sich auf Nr. 122 der Top 200 Alben platziert hat.

Jeden Monat wählt eine unabhängige Jury von Weltmusik-Spezialisten aus 23 europäischen Ländern ihre „Top 20“ Alben für den Monat. Am Ende des Jahres werden zudem die Top 200 Alben des Jahres bekannt gegeben.

Herzlichen Glückwunsch Cumbancha und Sierre Leone’s Refugee All Stars zur Nr. 1 Platzierung von „Rise & Shine“ !

mehr über Cumbancha hier