Frauenstimmen

Emotionalität, die fast zu Tränen rührt

Malia: Black Orchid
„Yellow Daffodils“ hieß das erste Album der britischen Sängerin Malia, und so, wie gelbe Narzissen schöne, aber eher allgemein verbreitete Blumen sind, waren die Jazz-Songs, mit denen sie damals debütierte, eher gefällige Stücke mit Soul, Funk und Rock-Elementen und Bandbegleitung. Zehn Jahre später präsentiert Malia auf ihrem vierten Album „Black Orchid“ wunderbare Neuinterpretationen von Jazzklassikern, fast so einzigartig wie die Blüte der schwarzen Orchidee. Mit ihrer leicht rauchigen Altstimme liefert die in Malawi geborene Sängerin auf dieser Scheibe eine wunderbare Hommage an Nina Simone. Dreizehn der schönsten Balladen hat Malia ausgewählt, um ihre Bewunderung für ihr großes Vorbild zum Ausdruck zu bringen. weiter lesen …

Energiegeladen, verträumt, verspielt

Esther Berlanskys zweiter Wurf: “in between”

Vier Jahre nach ihrem Debüt „Growing Up“, präsentiert die Sängerin, Komponistin, Arrangeurin und Gesangslehrerin Esther Berlansky mit „in between“ ihr zweites Album. Mit Matthias Haus am Vibraphon, André Nendza am Bass und Oliver Rehmann am Schlagzeug, serviert sie mit ihrem Jazzquartett leicht schwingenden, anspruchsvollen Jazz, in dem ihre ungarischen Wurzeln in den Texten mit hinein fließen. weiter lesen …

Mama Africa – Miriam Makeba

mama-africa-miriam-makeba

Eine junge Miriam Makeba bei einem Auftritt in Stockholm im Jahr 1966 © Alpenrepublik

Im Jahr 1967 schaffte es zum ersten Mal eine schwarze Sängerin mit einem Song weltweit in den Top Ten Charts. Müsste ich raten, wer das war, ich hätte auf Ella Fitzgerald, Nina Simone, Gladys Knight oder Diana Ross getippt. Doch mit diesen großartigen Jazz -und Souldiven läge ich falsch. Es war die Südafrikanerin Miriam Makeba, die mit ihrem Song „Pata Pata“ auf dem ganzen Globus die Charts stürmte.

In seiner Dokumentation „Mama Africa – Miriam Makeba“ hat nun der finnische Regisseur Mika Kaurismäki das Leben der Sängerin nachzeichnet. Anhand von zahlreichem Archivmaterial sowie aktuellen Interviews mit Freunden, Verwandten und Wegbegleitern, erzählt Kaurismäki die Geschichte einer ungewöhnlichen Künstlerin und Kämpferin. Kaurismäki zeichnet jedoch kein „Star“porträt, sondern nähert sich Mama Africa-Miriam Makeba aus verschiedenen Blickwinkeln. Der Film zeigt sie als sorgende Mutter, als liebevolle Oma, mutige Aktivistin, als Sängerin, und als Frau, die viele Erfolge gefeiert, aber auch viele Schicksalsschläge erlitten hat.

weiter lesen auf meldodiva.de

Regie: Mika Kaurismäki
Kinostart: 10.11.2011 – Deutschland/Finnland – 2011 – Filmlänge: 90 Min.

Buffy Sainte-Marie: Up Where We Belong

Up Where We Belong

Up Where We Belong

“Up Where We Belong“ ist ein Rückblick auf das fast 50-jährige Schaffen der außergewöhnlichen Künstlerin Buffy Sainte-Marie. Schon in den 60er Jahren gelang der Kanadierin Cree-indianischer Abstammung mit dem Protestlied „Universal Soldier“ der große Durchbruch. Das Lied, von Donovan gecovert, wurde zur Hymne der Anti-Kriegs-Bewegung.
Auf diesem Album sind ihre Publikumslieblinge und größten Erfolge vereinigt. So zum Beispiel „Soldier Blue“, „Until it’s Time For You To Go“ und dem Titelgebenden Song „Up Where We Belong“, für den sie 1982 den Oscar für den besten Titelsong (Ein Offizier und Gentleman) erhielt.
Die Tracks sind überwiegend akustisch eingespielt und mischen Elemente der Musik amerikanischer Ureinwohner mit Country und Pop. Tribal Drums und indianische Gesänge sind mit westlichen Harmonien verknüpft. Sie selbst beschreibt diese Musik als Pow-Wow-Rock, ein Genre, als dessen Mitbegründerin sie gilt.
weiter lesen auf Meldodiva.de

Wie eine Umarmung: die Stimme von Lily Dahab

Lily Dahab: “Nómade”

Lily Dahab: nómade

Lily Dahab: nómade

Der Albumtitel „nómade“ ließ mich zuerst an Wandervögel, Umherirrende und an Rastlosigkeit denken. Tatsächlich ist die Wahlberlinerin Lily Dahab in ihrem Leben schon viel herumgekommen. Von Argentinien ging die Reise nach Spanien, wo sie neun Jahre lang als Musical-Darstellerin auftrat, bis die Liebe sie in die Bundeshauptstadt verschlug. Die 12 Stücke, die Lily Dahab auf ihrem neuen Album präsentiert, sind jedoch genau das Gegenteil von rastlos und umtriebig. Die Songs klingen fast ausnahmslos sehr ruhig, sehr intim, und nach richtig angekommen sein.

Zur Rezension auf Melodiva.de geht es hier lang …

Lily Dahab können Sie hier hören

Lyambiko “Something like Reality”

Cover_Lyambiko_somethinglikereality

Something Like Reality / Sonymusic

Das siebte Album der Afro-Deutschen Jazz-Sängerin Lyambiko ist ein leichter Hörgenuss für Liebhaberinnen der weiblichen Stimme. Auf den 13 Tracks präsentiert die Thüringerin einen Mix aus gecoverten Songs und Kompositionen ihrer Bandmitglieder. Die Auswahl ist eingängig und smooth. Von swingend und funky, über groovend, bis hin zu sanften Balladen reicht das Spektrum der gebotenen Songs.

Mit dem swingenden Stück „Don’t Stand By Me“ ihres Mitmusikers Heinrich Koebberling legt Lyambiko los, geht funkig weiter, um dann die bluesige Ballade „Clothoid“ einzustimmen. Die Arrangements der 13 Tracks stammen fast alle aus der Feder von Heinrich Koebberling, der die Drums und Percussions bedient. Die Scheibe ist mit Piano, Bass & Drums jazztypisch instrumentiert, wobei sich bei einigen Stücken zusätzliche Bläsersequenzen einfügen. Das alles klingt gekonnt, gut gemacht, hört sich schön an, und passt herrlich als Hintergrundsound zu einem lazy Sunday afternoon.

Weiter lesen auf melodiva.de

Neulich gehörte Frauenstimmen: jazzig, sanft, unheimlich

Drei neue Entdeckungen habe ich in diesem Monat gemacht, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Während Moo Lohken, stimmgewaltige Vokalistin aus Wuppertal mit archaischen Lauten und gutturalen Tönen eine unheimliche Stimmung heraufbeschwört, fühlt man sich bei den Songs von Betina „Bê“ Ignacio in eine sanft schaukelnde Hängematte versetzt.  Sehr intim, berührend und einfach wunderbar sind die von Lisa Wahlandt interpretierten Lieder, die den Zyklus einer Love Story schildern.

Lisa Wahlandt: Stay A While

Stay A While

Wer diese Scheibe  einmal gehört hat, will mehr.  „Stay A While“ heißt das neue Album, aber bei Lisa Wahlandt möchte man viel länger verbleiben als nur eine Weile. Auf der CD covert die Jazz-Sängerin aus München 9 bekannte Songs, darunter Princes berühmtes „Kiss“, „Light My Fire“ von den Doors und „Enjoy The Silence“ von Depeche Mode.  Sie setzt die Pop-Klassiker  zum Road Map einer Liebe zusammen und präsentiert das Ganze als modernen Liederzyklus.

  weiter lesen auf melodiva.de

Moo Lohkenn & Source of Sound: Trace in a Mirror

Trace in a Mirror

Easy Listening klingt wahrlich anders. Es ist schwere Klangkost, die das Trio Source of Sound mit der Sängerin Moo Lohkenn  auf dieser Scheibe serviert. Wer nach Musik im populären Sinne sucht, ist hier verkehrt. Die Truppe breitet vielmehr archaische Klangräume aus, die mal befremdlich, mal bedrohlich, aber nie heimelig wirken. weiter lesen

Bê Betina Ignacio “Mistura Natural“

Mistura Natural

„Mistura Natural“ – natürliche Mischung – tituliert die brasilianischen Sängerin Betina „Bê“ Ignacio ihr zweites Album, bei dem Verpackung und Inhalt perfekt stimmen. Die CD-Hülle zeigt Bilder von einer hübschen Frau am Strand, im Hintergrund sanfte Wellen und romantische Sonnenuntergänge. Das ist Bê und so ist auch ihre Musik. Die 13 Tracks auf dem Album sind eine angenehme Mischung  aus Bossa, Samba und Brasilpop locker vermengt mit Sunshine Reggae und  easy listening Jazz. Wer auf weichgespülte lateinamerikanisch angehauchte Rhythmik steht, kommt hier auf seine Kosten.

weiter lesen

Women of Jazz

women of jazz cover

Frauenstimmen im Jazz haben eine lange Tradition: Billie Holiday, Bessie Smith, Ella Fitzgerald, Dinah Washington – das sind die wohl bekanntesten Namen aus dem letzten Jahrhundert. Auf der neuen CD „Women of Jazz“ präsentiert Putumayo World Music Jazz singende Ladies von heute. Women of Jazz 10 starke Frauenstimmen fuer Jazz Liebhaber