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Film und Buch

Familienkino im Januar: lauter Freunde

Neue Schulfreunde für Christian Ulmen in Jonas ab 5. Januar
Regie: Robert Wilde
Jonas_ Kinoplakat
In diesem Film wirkt fast alles echt – und ist es auch. Echte Lehrer, echte Schüler, bis auf den Wiederholer Jonas, der in Wirklichkeit Christian Ulmen heißt. Aber das vergisst man schnell, denn Jonas wirkt fast so authentisch wie seine Mitschüler. Um doch noch seinen Abschluss zu machen, kehrt der bisherige Schulverweigerer an die Schule zurück und versucht nun mit allen Tricks und Abschreibmittel die Probezeit zu bestehen und den Notendurchschnitt zur Prüfungszulassung zu bekommen. Dabei schreckt Jonas vor Schleimerei und Schmeichelei nicht zurück und gründet gar eine Band-AG, um bei den Lehrern zu punkten. weiter lesen

Den ersten Freund: Anne liebt Philipp ab 12. Januar
Regie: Anne Sewitzky

Anne liebt Philipp
Zwei, die sich gerne haben: Anne liebt Philipp © Farbfilm Verleih
„Anne liebt Philipp“ basiert auf den gleichnamigen skandinavischen Besteller von Vigdis Hjorth, deren Heldin – eine wilde 10-Jährige, die frech und fröhlich daher kommt, und die alle für ein bisschen verrückt halten – in der Tradition von Pippi Langstrumpf steht. Schon im Kindergartenalter hält Anne nichts vom Rosa-Prinzessinnen-Traum und spielt lieber Wikinger mit den Jungs. Sie läuft gerne in den Klamotten ihres Bruders herum und belächelt die gestylten 5-Klässlerinnen, die von Mode und Liebe reden. Liebe ist was für Erwachsene. Dann zieht Philipp mit seiner Familie in das leerstehende Haus ein, von denen die Kinder behaupten, es würde darin spuken, und löst bei Anne ganz seltsame Gefühle aus … weiter lesen Libelle 1-2012

Ein Wiedersehen mit alten Freunden: Die Muppets ab 19. Januar
Regie: James Bobin

Die Muppets
© Walt Disney Studios
Mahnamahnna! Nostalgiker aufgepasst: Die wohl erfolgreichsten Puppen der Fernsehgeschichte sind wieder da. Am Anfang ihres siebten Kinofilms ist ihr Erfolg allerdings schon lange verblasst, die Muppets hat es in alle Winde verstreut. Neue Sendungen und Stars dominieren nun das TV-Geschäft. Das ehemalige Muppets-Studio, mittlerweile eine abrissreife Ruine, wird bald dem fiesen Ölbaron Tex Richman gehören, es sei denn die Muppets treiben 10 Millionen Dollar auf … weiter lesen in Libelle 1-2012

Schlaue Freunde: Fünf Freunde ab 26. Januar
Regie: Mike Marzuk

Fünf Freunde
Vier schlaue Freunde © Constantin Film
Erstaunlich, wie lange schon die „Fünf Freunde“ Kinder begeistern. Vor 70 Jahren erschuf Enid Blyton ihre jungen Helden, deren erstes Abenteuer 1942 auf einer Schatzinsel stattfand. Bis heute erscheinen immer neue Geschichten, in denen die Kids George, Julian, Dick und Anne mit Hund Timmy seltsamen Vorfällen nachgehen und der Polizei meistens einen Schritt voraus sind. An die 100 Bücher gibt es und die Nachfrage ist so groß, das selbst nach Blytons Tod andere Autoren die Abenteuer fortschreiben. Auf Mattscheibe und Leinwand waren die Helden ebenfalls mehrmals zu sehen. Nun kommen die jugendlichen Spürnasen in einer deutschen Produktion groß raus. Die Story: In den Ferien bei einem Ausflug in eine alte Schmugglerhöhle, überhören die Kinder, dass Georges Vater, der berühmte Erfinder Quentin Kirrin, entführt werden soll. … weiter lesen in Libelle 1-2012

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Film und Buch

Erich Kästner: Von jugendlichen Detektiven und fliegenden Klassenzimmern

Erich Kästner © Cecilie Dressler Verlag
Das fliegende Klassenzimmer“, „Das doppelte Lottchen“ oder „Pünktchen und Anton“ – wer kennt sie nicht? Diese Bücher haben Generationen von jungen Lesern begeistert und zählen heute zu den deutschen Kinderbuchklassikern. So ist auch der Schriftsteller Erich Kästner in erster Linie als Kinderbuchautor in die Geschichte eingegangen. Eigentlich wollte Kästner Journalist werden und begann seine Laufbahn als Theaterkritiker bei der Neuen Leipziger Zeitung. Seine spitze Feder brachte ihn aber bald in Bedrängnis: Wegen allzu freizügigen und kritischen Texten kündigte ihm die Zeitung 1927, woraufhin Kästner nach Berlin zog. Dort erschien 1929 sein erster Kinderoman: „Emil und die Detektive“. Das Buch war so erfolgreich, ein Bestseller, wie man heutzutage sagt, dass die UFA die Geschichte um eine Berliner Kinderbande, die einen Dieb quer durch die Stadt jagt, sofort verfilmen wollte.
Emil und die Detektive
Emil und die Detektive © Cecilie Dressler Verlag

Rückblickend ist es ein Glück, dass Kästner sich am Anfang des Projekts quer stellte. „Das Manuskript ist ekelhaft“, urteilte er über die erste Drehbuchfassung des Romans, woraufhin die UFA gezwungen wurde, einen neuen Drehbuchautor zu suchen. Die Wahl viel auf Billy Wilder, damals jung und unbekannt. Kästner und Wilder verstanden sich blendend, der Film wurde 1931 zum absoluten Blockbuster und ebnete den Weg für alle folgenden Kästner-Bücher. „Dieses ist nicht nur ein Film für Kinder. Jeder Erwachsene, der nicht völlig die Freude am primitiven Sich Freuen verloren hat, muss diesen Film reizend und sehenswert finden“, schrieb der Filmkurier nach der Berliner-Premiere.
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