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Gesellschaft und Umwelt

Ghana: Ein Land zwischen Fortschritt und Chaos

Goldküste nannten die Europäer den Küstenabschnitt, der sich mit der Küste des heutigen Ghana deckt. Dort fanden sie das edle Metall vor, das sie in Verzückung versetzte und jahrhundertelang Begehrlichkeiten und Besitzansprüche weckte.

Für das britische Empire war das Gold Grund genug, 70 Jahre lang Krieg gegen das Volk der Ashanti zu führen, die ihr Land und ihr Gold verteidigten, aber letztendlich den Waffen der Kolonisatoren nicht gewachsen waren. Die Goldküste wurde 1807 eine britische Kolonie und blieb es 150 Jahre lang. Lange bevor die Briten jedoch Anspruch auf die lukrative Gegend erhoben, hatten es die Portugiesen Jahrhunderte zuvor „entdeckt“. Auch sie waren vom vielen Gold fasziniert und nannten daher die erste Festung, die sie dort 1482 errichteten, „El Mina“, die Mine. Bereits 1486 erhielt der Ort das Stadtrecht und den Namen Elmina und wurde zum Haupthandelsplatz für Gold, aber auch für Elfenbein und Sklaven. Danach kamen die Holländer, die Dänen und die Schweden, die alle ein Stück vom Kuchen oder vielmehr vom Gold und vom Sklavenhandel haben wollten, bis das britische Königreich die Kontrolle übernahmen.

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Musik

Caroll Vanwelden “Sings Shakespeare Sonnets 3“

Die Trilogie ist nun komplett: Drei Jahre nach dem zweiten Album mit Sonetten von Shakespeare hat die belgische Sängerin Caroll Vanwelden nun 16 weitere Gedichte des Barden von Stratford upon Avon musikalisch vertont. Mit über 150 solcher „Klinggedichte“, wie sie im Barock genannt wurden, hat Shakespeare eine mehr als ausreichende Materialvorlage geliefert, von denen die Sängerin nun insgesamt 48 vertont hat. Anders als viele Musiker*innen, die Shakespeare im barocken Stil vertonen, lässt Carol Vanwelden Shakespeare jazzig klingen.
Für ihr erstes Shakespeare Album hat die belgische Musikerin ausschließlich sogenannte Prokreations-Sonette gewählt, die thematisch von der Unbeständigkeit aller Dinge und der Vergänglichkeit des Lebens handeln. Für das zweite Album wählte sie Gedichte, die die vielen Facetten der Liebe thematisierten. Nun auf dem dritten Album wählt die Sängerin Gedichte über das Leben, das Sterben und die Zeit dazwischen, die in der Regel nicht besonders rosig ist. Während in Liebesliedern meist die Schönheit der Geliebten besungen wird, wählt Vanwelden zum Auftakt ein Sonnet (130), in dem es um die totale Durchschnittlichkeit der Geliebten geht, die weder rote Lippen hat, noch wie Parfüm duftet und deren Stimme nicht wie eine schöne Melodie klingt. Damit setzt sie den Tenor für das Album. Es geht um die „conditio humana“, um Altern, Verfall und Mortalität: „Like as the waves make towards the pebbled shore / So do our minutes hasten to their end“. Und gerade deswegen auch um starke Gefühle, um Sexualität und Fortpflanzung, ohne die das menschliche Schicksal nicht zu ertragen wäre.

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Vorträge & Moderationen

10 Jahre Partnerschaft Bonn-Cape Coast

Moderation der Veranstaltung zur 10-Jahres Feier der Städtepartnerschaft zwischen Bonn und Cape-Coast

am 12. Januar, 2018