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Musik

Alsarah and The Nubatones: Manara

Wie klingt Musik, wenn sie in verschiedenen Heimaten ihre Wurzel hat? Der Begriff „World Music“ muss für viele Genres herhalten. Sobald ein nicht westlicher Klang zu hören ist, oder in einer „fremden“ Sprache gesungen wird, sind wir schnell bei der Musikrichtung, die eigentlich keine ist oder vielmehr ganz viele unterschiedliche Richtungen vereint. Auch das neue Album von Alsarah and The Nubatones fällt in dieses musikalische Gesamtgenre. Die Band um die Sängerin Alsarah spielt einen Sound, der in der Musik des Sudans wurzelt und mit (uns) vertrauten Pop Klängen eine Symbiose eingeht. „East-African-Retro-Pop“ nennt die Band selbst ihre Musik, die sie auf westlichen wie östlichen Instrumenten spielt. mehr…

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Musik

Jasmin Tabatabei: Was sagt man zu den Menschen wenn man traurig ist?

Eine gute Frage, was sagt man denn? Meist findet man die richtigen Worte nicht, weil man mit der eigenen Stimmung den anderen nicht auf die Nerven gehen will. Vielleicht reicht es einfach diese CD aufzulegen und sie sprechen zu lassen. „Ein Trauriger ist selten ein Sympathischer … schwer ist selten modern“, singt Jasmin Tabatabei auf dem titelgebenden Stück von Georg Kreisler. Doch die CD ist alles andere als unsympathisch oder altbacken. So richtig traurig ist die Scheibe eigentlich auch nicht. Einige Songs, wie Rheinhard Meys „Alle guten Dinge sind drei“ sind sogar sehr lustig und erzählen vom täglichen Chaos des Lebens mit Kindern. Fünf Jahre nach „Eine Frau“, Tabatabais hochgelobter erster Kollaboration mit dem Schweizer Saxophonisten David Klein, haben die Musiker sich wieder zusammengetan. Auf ihrem neuen Album präsentiert die Sängerin 14 Stücke – ein Mix aus Interpretationen bekannter Lieder und eigenen Kompositionen – die mit einer sehr entspannten Musik sowie intelligenten, wortwitzigen Texten aufwarten. mehr

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Film und Buch Gesellschaft und Umwelt Musik

Mali Blues – Musik für den Wandel

„Mali Blues“ erzählt die Geschichte von vier MusikerInnen aus dem westafrikanischen Mali, die mit ihrer Musik für einen toleranten Islam und ein Land in Frieden kämpfen. Der Hass und das Misstrauen, der in ihrem Land herrscht, seit radikale Islamisten im Norden des Landes die Sharia eingeführt haben, wollen die Künstler nicht hinnehmen. Mit der einzigen Waffe, die sie haben – ihren Instrumenten und ihren Stimmen – versuchen sie dagegen anzukämpfen.
Mali wird oft als die Wiege des Jazz und Blues gesehen, den schwarze Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas mitbrachten. Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten die Gesellschaft Malis zusammen. Doch seitdem Islamisten den Norden des Landes besetzten und eine radikale Form des Islams einführten, ist die Musik in Gefahr. Musiker wurden gefoltert und bedroht – sie fürchteten um ihr Leben und flohen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Der Terror geht weiter bis heute und weitet sich auch auf das restliche Land aus, hunderte Bundeswehrsoldaten sind in Mali stationiert. Für sie gilt Mali als einer der gefährlichsten Auslandseinsätze weltweit.
Der Film stellt vier Musiker*innen vor, die mit ihrer Musik eine Botschaft der Versöhnung und der Toleranz verbreiten und für einen neuen Aufbruch in Afrika kämpfen.
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