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Film und Buch

Hidden Figures: Unerkannte Heldinnen

Eine Jahrzehnte lang unterschlagene Geschichte über die herausragenden schwarzen Wissenschaftlerinnen, die bei der NASA Pionierarbeit leisteten und die US-Raumfahrt
voranbrachten.

Wie der nigerianische Schriftsteller Chinua Achebe einst sagte: Nur wenn Löwen ihre eigenen Geschichtsschreiber haben, werden Jäger aufhören, Helden zu sein.
Amerika als Weltraum-Nation – die Geschichten über die erste Weltumrundung, die erste Mondlandung und die Verdienste der NASa sind allen bekannt. Die nicht erzählte Geschichte dahinter ist die der Frauen, die dazu beitrugen, dies alles zu ermöglichen. Diese wenig bekannten Geschichten hat die schwarzamerikanische Autorin Margot Lee Shetterly ausgiebig recherchiert und in dem Buch „Hidden Figures“ zusammengetragen. Als Tochter eines NASA-Wissenschaftlers hörte sie von den sogenannten „Menschlichen Computern“ – Frauen allesamt – die schneller rechnen konnten als der erste IBM-Rechner. Bei ihren Recherchen stieß sie auch auf die Geschichten von vier schwarzen Frauen, die der damaligen Raumfahrt mit ihren bahnbrechenden Berechnungen zum Erfolg verhalfen. Shetterlys Buch diente als Vorlage für den Film und erzählt von den Pionierinnen, deren bemerkenswerte Arbeiten im Bereich der Mathematik, Computer- und Ingenieurwissenschaften das Raumfahrtprogramm der NASA revolutionierten.
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Musik

Nomfusi: African Day

In Südafrika ist die Sängerin Nomfusi auf dem besten Weg, das Erbe von Miriam Makeba zu übernehmen. Mit ihrer starken Stimme, ihrem Afro-Jazz Sound und ihren Songs, die sie bisher überwiegend auf Xhosa gesungen hat, folgt sie stark in den Fußstapfen von Mama Afrika. In dem Film „Mandela – Der lange Weg zur Freiheit“ hat Nomfusi sogar schon die Rolle ihres Vorbilds Miriam Makeba verkörpert.
Nun präsentiert die Sängerin ihr drittes Album und wird damit ab März zum zweiten Mal durch Deutschland touren.

Auf „African Day“ zeigt die Sängerin die ganze Tonbreite ihrer gewaltigen Stimme, die sie auch Genre übergreifend einsetzt. Auch wenn der Album-Titel es also vermuten ließe, ist dies kein Afro-Beat Album, sondern eine CD, die ganz unterschiedliche Musikgeschmäcker bedient.
Der Titeltrack erklingt in bester Afro-Beat-Tradition und erinnert stark an den Sound von Fela Ransome Kuti oder Hugh Masekela – ein treibendes, absolut tanzbares Stück mit einem starken Beat und den typischen Bläsereinsätzen. mehr …

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Film und Buch Gesellschaft und Umwelt Musik

Wie eine Casting Show zum Symbol der Hoffnung wurde: Ein Lied für Nour

Auch das ist eine Auswirkung der Globalisierung: Casting Shows wie Pop Idol (bei uns als DSDS bekannt) erobern die Welt. Ob in den USA, Asien, Afrika oder Australien – die Shows laufen auf der ganzen Welt nach gleichem Muster im Fernsehen und zeigen, wie gleichgeschaltet unsere Welt in manchen Bereich ist. Und wie ähnlich die Träume der Kinder sind. Denn überall beflügeln solche Sendungen die Wünsche von Menschen. Wie die von den Geschwistern Mohammed und Nour und ihren zwei Freunden.

Die vier Kids leben im Gaza-Streifen, sind umgeben von zerbombten Häusern, von Straßen, die in Schutt und Asche liegen, und von einer ständigen militärischen Bedrohung. Und doch geht das „normale“ Leben weiter. Die Freunde toben, flitzen auf ihren Rädern an Stacheldraht-Grenzzäunen entlang, planschen im Meer – und träumen davon, wie so viele Kinder auf der Welt – eine berühmte Pop Band zu werden. Doch schon die Beschaffung von Instrumenten stellt eine große Herausforderung dar. Als diese geschafft ist, gibt’s schon das nächste Problem: Nour darf als Mädchen gar kein Instrument spielen. Als Junge verkleidet tut sie es trotzdem. Und siehe da: Bald gelangen die Kids zu einem gewissen Ruhm. Sie werden gebucht, um auf kleine Veranstaltungen und Hochzeiten zu spielen.
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