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Mali Blues – Musik für den Wandel

„Mali Blues“ erzählt die Geschichte von vier MusikerInnen aus dem westafrikanischen Mali, die mit ihrer Musik für einen toleranten Islam und ein Land in Frieden kämpfen. Der Hass und das Misstrauen, der in ihrem Land herrscht, seit radikale Islamisten im Norden des Landes die Sharia eingeführt haben, wollen die Künstler nicht hinnehmen. Mit der einzigen Waffe, die sie haben – ihren Instrumenten und ihren Stimmen – versuchen sie dagegen anzukämpfen.
Mali wird oft als die Wiege des Jazz und Blues gesehen, den schwarze Sklaven auf die Baumwollfelder Amerikas mitbrachten. Traditionelle Musik hält schon seit Jahrhunderten die Gesellschaft Malis zusammen. Doch seitdem Islamisten den Norden des Landes besetzten und eine radikale Form des Islams einführten, ist die Musik in Gefahr. Musiker wurden gefoltert und bedroht – sie fürchteten um ihr Leben und flohen aus der Region um Timbuktu und Kidal. Der Terror geht weiter bis heute und weitet sich auch auf das restliche Land aus, hunderte Bundeswehrsoldaten sind in Mali stationiert. Für sie gilt Mali als einer der gefährlichsten Auslandseinsätze weltweit.
Der Film stellt vier Musiker*innen vor, die mit ihrer Musik eine Botschaft der Versöhnung und der Toleranz verbreiten und für einen neuen Aufbruch in Afrika kämpfen.
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Musik

Caroll Vanwelden eröffnete die 21. Hildener Jazztage

Dass Caroll Vanwelden Geburtstag hatte, erfuhren die Konzertbesucher*innen erst am Ende des Abends, als Trompeter Thomas Siffling, Schlagzeuger Ralf Gustke und Bassist Mini Schulz als Zugabe ein feierlich-vergnügliches „Happy Birthday“ Ständchen intonierten. An ihrem 45. Geburtstag hat die Sängerin und Pianistin am Abend des 24. Mai die 21. Hildener Jazztage eröffnet.

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Musik

Geballte Frauenpower auf der diesjährigen Jazz Rally in Düsseldorf

Mit Lakecia Benjamin, Lines for Ladies, Malia u.v.a.

Zum 24. Mal fand am Pfingstwochenende die Jazz Rally Düsseldorf statt. Das Festival, das 1993 ins Leben gerufen wurde, zählt als größte seiner seine Art in Deutschland. An drei Tagen wird Livemusik auf mehreren Bühnen in der City geboten. In diesem Jahr waren es über 80 Konzerte an über 30 Spielstätten.
Das Jazzfestival lockte am vergangenen Wochenende wieder an die 300.000 Besucher in die Rheinstadt – wobei der Begriff „Jazz“ in den letzten Jahren immer weiter gefasst wurde, so dass eingefleischte Jazzfans sich manchmal fragen, ob der Name des Festivals noch zum Ereignis passt. Diese genreübergreifende Auffassung des Jazzbegriffs ermöglicht jedoch das Auftreten von Künstler*innen der unterschiedlichsten Musikrichtungen – von Dixie und Bebop über Soul, Blues, Funk und Reggae bis hin zu Hip-Hop oder Elektrosound ist Genremäßig fast alles dabei. Das sorgt natürlich dafür, dass der Musikgeschmack von sehr vielen Menschen gedeckt wird und erklärt die Beliebtheit des Festivals. Die Jazz Rally funktioniert so: Mit dem Kauf eines Festival Buttons für 32 € hat man an allen drei Tagen Eintritt zu allen Konzerten. Sonderkonzerte (die leider in den letzten Jahren zugenommen haben) kosten noch mal extra. Wer nur an einem Tag musikalisch unterwegs ist, kann auch ein Tagesticket für 24 € erwerben.
Besonders positive ist mir in diesem Jahr aufgefallen, dass sehr viele Musikerinnen dabei waren. Angefangen mit dem Eröffnungskonzert auf der Hauptbühne im großen Zelt, wo nur Hauptacts auftreten, bis hin zu den vielen kleineren Locations – überall sah und vor allem hörte man mehr Musikerinnen als in den vergangenen Jahren. Wenn das ein neuer Trend ist, dann ist er sehr zu begrüßen! Welche Frauen die Jazz Rally zum Swingen brachten, lesen Sie auf melodiva.de