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Capernaum: Stadt der Hoffnung

In Handschellen wird ein kleiner Junge am Anfang des Films einem Richter vorgeführt. Als er zu seinem Verbrechen etwas sagen soll, sagt das Kind: „Ich will meine Eltern anklagen“. So beginnt der Film, der dann in Rückblicken eine Geschichte erzählt, bei der es den Zuschauern kalt ums Herz wird.

Zain und seine geliebte Schwester © alamode film

Wie alt Zain ist, wissen nicht einmal seine Eltern. Denn gekümmert haben sie sich nie um ihn. Und auch nicht um ihre vielen anderen Kinder. Zain wird auf 12 Jahren geschätzt, als er im Gefängnis landet, weil er einen Mann erstochen hat. Was er davor in seinem kurzen Leben schon alles erlebt und ertragen hat, übersteigt jede Vorstellung. In seinem Blick liegen Wut, Verzweiflung, Verletzlichkeit, Trauer. Es ist das Gesicht eines Kindes, das nie eine Kindheit hatte. Selbst der Schulbesuch wurde ihm und den Geschwistern von den Eltern verweigert. Er muss arbeiten, um die Familie zu ernähren. Als die Eltern seine geliebte Schwester Sahar im Alter von 11 Jahren zwangsverheiraten, hält Zain es nicht mehr aus. Er flüchtet von Zuhause.

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Film und Buch

BlacKKKlansman

1865: Amerika, ein Ort in den Südstaaten. Tote und Verletzte Soldaten liegen aufgereiht, soweit das Auge reicht. Aber der Krieg ist endlich zu Ende. Und das Ende dieses Krieges läutete das Ende der Sklaverei ein. All men are created equal. Die USA, das Land der unbegrenzten Möglichkeiten für alle. Cut. So beginnt der neue Spike-Lee Film BlacKKKlansman, der ab dem 23. August im Kino zu sehen ist.

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Musik

Finale mit Frauen – Die 23. Hildener Jazztage

Am Sonntag gingen die 23. Hildener Jazztage zu Ende. Sechs Tage lang – vom 29. Mai bis zum 3. Juni 2018 wurde an verschiedenen Orten in Hilden dem Jazz gefrönt. In diesem Jahr stand das Jazzereignis unter dem Motto „The Water is Wide“. Wie in den vergangenen 22 Jahren wurde dem Publikum ein abwechslungsreiches Programm geboten, in dem sowohl etablierte Jazzmusiker*innen als auch talentierte Newcomer*innen zu hören waren. Bei aller Vielfalt der Jazz-Richtungen die es zu hören gab, war aber in der Zusammensetzung der Musiker*innen eine starke Männerdominanz.

Sommer, Sonne, Jazz im Park

In den 17 Bands und Formationen, die in Hilden auftraten, waren Frauen nur sechs Mal vertreten. Dafür war dann der letzte Festivaltag stark von Frauenstimmen geprägt. Ein weibliches „Grande Finale“sozusagen.

Fay Claassen & Band

Nachdem die Band Forsonics (nur Musiker) den letzten Tag mit wunderbaren relaxten Sounds und coolen Klängen eröffneten und für eine chillige Stimmung im Park sorgten, hatten die Damen ihre Auftritte. Im zweiten Konzert des Tages trat die niederländische Sängerin Fay Claassen mit ihrer Band auf. Mit Stücken aus ihrem neunten Album „Luck Child“, für das sie am 6. Juli mit dem Edison Jazz Award (dem renommierten niederländischen Jazz Preis) in der Kategorie Vocal ausgezeichnet wird, erfreute sie das Open-Air Publikum im Capio Park. Als Überraschungsgast trat ihr Mann, der Saxofonist Paul Heller auf. Zusammen gaben sie einen Love-Song zum Besten, welchen er für sie als Geburtstaggeschenk komponiert hat. „Finding You“ hieß die gesungene und am Saxophon geblasene Liebeserklärung, die ein total gerührtes Publikum hinterließ. Mit einem Lied ohne Worte rund um das melodische Thema der Filmmusik von Cinema Paradiso endete das wunderbare Konzert.

Danach war die US-Amerikanerin Audrey Martells (Titelfoto) mit dem genialen Walter Fischbacher Trio an der Reihe. Die New Yorkerin hat in der Vergangenheit für Jazz-Größen wie George Benson und Randy Crawford Songs geschrieben.  Weiter lesen auf melodiva.de

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