Workshop: Koloniale Kontinuitäten in der Modeindustrie
Leitung: Tina Adomako, AG Düsseldorf Postkolonial
Wer liebt es nicht, modisch gekleidet zu sein? Heute ist es einfacher denn je, mit der Mode zu gehen, denn die neusten Trends sind für fast alle erschwinglich. Doch welchen Preis zahlen wir tatsächlich dafür, trendy zu sein? Wenn wir Mode vom Anfang bis Ende der gesamten Herstellungs- und Lieferkette betrachten, erfahren wir wie koloniale Strukturen bis heute in der Textil- und Modeindustrie fortwirken. Wir betrachten die Geschichte von Baumwolle, Versklavung, Kolonialhandel und Industrialisierung. Gleichzeitig schauen wir auf heutige Lieferketten, Fast Fashion, Arbeitsbedingungen und Altkleiderexporte. Die Teilnehmenden beschäftigen sich mit den Fragen, wer vom Modesystem profitiert, wer die sozialen und ökologischen Kosten trägt, wie nachhaltig sog. nachhaltige Mode ist, und inwieweit diese den Ungerechtigkeiten wirklich entgegenwirkt. Gemeinsam machen wir sichtbar, wie Rassismus, globale Ungleichheit und Konsum miteinander verbunden sind.